Häufig gestellte Fragen

1. Was sind die Aufgaben eines Lektors?
Die Aufgabenbereiche eines Lektors umfassen Selektion und Bewertung überlassener Manuskripte, sowie die redaktionelle Aufbereitung von Manuskripten in Zusammenarbeit mit dem Autor. Der Verlagslektor veranlasst gegebenenfalls Umarbeitungen. Es geht beim Lektorat um Sprache und Stil. Lektoren überprüfen die Verständlichkeit der Texte, die inhaltliche Logik und die Schlüssigkeit des Aufbaus. Sie unterbreiten Vorschläge für andere Formulierungen, überprüfen den Text auf Lesbarkeit und machen zu diesem Zweck Vorschläge zur Straffung oder Ausweitung von Kapiteln. Sie machen Anmerkungen und weisen Sie auf Unstimmigkeiten hin. Dabei geht es nicht darum, Sie von Ihren eigenen Texten zu entfremden. Das Ziel ist eine Textoptimierung, um Informationslust und Lesevergnügen gleichermaßen zu befriedigen und die gewünschte Zielgruppe zu erreichen.

2. Was sind die Aufgaben eines Korrektors?
Zuständig für Orthografie und Interpunktion ist der Korrektor.

3. Was ist ein Meinungsspiegel?
Es ist üblich, Manuskripte von einem repräsentativen Käuferquerschnitt vorab lesen zu lassen, um einen Meinungsspiegel zu bekommen. Ein solcher Meinungsspiegel ist wichtig, damit die Erfolgschancen eines Buches besser eingeschätzt werden können.

4. Warum bekommen Autoren kein Belegexemplar, wenn sie bei einem unserer Wettbewerbe teilnehmen?

Die Leipziger Buchmesse war sehr interessant und ich habe festgestellt, dass es im Klein- und Großverlagswesen mehr Druckkostenzuschussverlage gibt als "normale".
Aber was ist normal? Im Regelfall hat man ein wenig Geld auf der hohen Kante, ein Manuskript in der Tasche und sucht einen Verlag. Antworten bekommt man immer. Die Absage von dem großen Verlag oder ein Angebot eines anderen Verlages, ob groß oder klein, bei dem man tief in die Tasche greifen muss. Da stellt sich die Frage, warum nicht selber einen Verlag gründen? Wenn ich sowieso bezahlen muss, dann mit meinem eigenen Logo. Doch als Selbstverlag steht man ganz alleine da – ohne Vertriebsstruktur, ohne Werbung, ohne Leseplattform, ohne Erfahrung mit Buchsatz, Druckereien und Lektorat. Der Flop des selbst veröffentlichten Buches ist in der Regel vorprogrammiert.
Für jeden Verlag bringt die Veröffentlichung eines Manuskriptes sehr viel Arbeit mit sich. Zuerst das Sichten, dann der Vertragsabschluss. Damit geht die Arbeit erst richtig los. Lektorat und Korrektorat, immer in Zusammenarbeit mit dem/der AutorIn. Dann wird das Buch gesetzt und ein Cover entworfen, die Malerin beauftragt. Meist ist es der zehnte oder elfte Entwurf, der zum Druck freigegeben wird. Und wer bezahlt das alles? Der Verlag. Nach Druckfreigabe werden die Bücher gedruckt, auch hier muss der Verlag wieder tief in die Tasche greifen und hat bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Cent verdient. Im Gegenteil, der Verlag hat einen immensen Zeitaufwand investiert. So, das Buch ist da. Das Lager voll und die Kasse leer. Werbung kostet aber auch noch mal sehr viel Geld und Zeit.

Vielleicht beantwortet das Ihre Frage, warum wir keine Belegexemplare an die Autoren herausgeben können, wenn der Verlag die Kosten für das Lektorat, das Cover, den Buchsatz und den Druck übernimmt.
In den Kurzgeschichtensammlungen haben die Autoren, ob bekannt oder unbekannt, die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Der Verlag steckt einen Haufen Arbeit und Geld in die Bücher und die Autoren in ihre Geschichte oder ihr Gedicht. So haben beide Parteien investiert und beide Parteien haben nun die Möglichkeit, entdeckt zu werden: der Autor in Form einer Romanveröffentlichung oder von einem anderen Verlag, und wenn die Geschichten gut sind, wird das Buch gekauft, was auch dem Verlag zugute kommt.
Die Autoren haben die Möglichkeit, die Kurzgeschichten mit 30% Gewinn zu verkaufen. Einige meiner Autoren sind da sehr engagiert und verdienen sich damit das Taschen- oder Weihnachtsgeld (z.B. auf dem Stand eines Weihnachtsmarktes), zumal ich jedem unserer Autoren auch die Möglichkeit biete, andere Bücher des Schweitzerhaus Verlages mit Gewinn auf Märkten zu verkaufen.

Letztendlich sollte sich das Verlagsgeschäft sowohl für den Autor als auch für den Verlag lohnen. Das funktioniert nur, wenn beide engagiert und mit Freude zusammen arbeiten und beide in das geplante Buch investieren.

Warum bekommen Autoren kein Honorar, wenn sie bei unseren Wettbewerben mitmachen?

siehe Punkt 4

Ich hoffe,
Ihre Fragen damit beantwortet zu haben.
Wenn nicht, rufen Sie einfach an!


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