Geteilte Reaktionen auf den Kapfenberger Autor Karl Plepelits
Normalerweise passieren große Aufregungen nur bei Lesungen prominenter Autoren oder solcher, die es auf Provokation angelegt haben. Zwei Voraussetzungen, die auf Karl Plepelits nicht unbedingt zutreffen. Trotzdem hat die Präsentation seines jüngsten Werkes "Zu Gast bei Aphrodite" im Wiener Literaturhaus einen ziemlichen Aufruhr ausgelöst. "Die einen waren begeistert, von den anderen hagelte es harsche Kritik, und beides ziemlich lautstark", erzählt der Kapfenberger Autor verwundert, denn derartige Reaktionen sind ihm bisher noch nie begegnet.
"Zu Gast bei Aphrodite" ist bereits der neunte Roman des Kapfenberger Dichters. Es ist eine Fantasiegeschichte und erzählt von einem jungen Paar, das auf den Olymp wandern möchte. Dabei werden sie von einem heftigen Gewitter überrascht und ins Reich der Götter entführt. Was die beiden erleben, wie sie den Göttern begegnen und wie sie mit ihrem Auftrag, die Menschheit zu retten, umgehen, erzählt Plepelits recht humorvoll. Von einer anderen Reise, einer nach Ägypten, handelt übrigens das vorherige Werk des Vielschreibers. Dass er bei Ausflügen ins Reich der Götter oder ins Tal der Könige in seinem Metier ist, das spürt der Leser. Plepelits studierte Alte Geschichte, Philologie und Anglistik, unterrichtete Latein und war wissenschaftlicher Mitarbeiter an dern Bayrischen Akademie. Beide Bücher gibt's beim Autor selbst und bei der Buchhandlung Leykam.
CHRISTINE ROIS
(In: Kleine Zeitung vom 22.1.2010, Mürztal-Beilage, S. 29)