Ein Mecklenburger Apothekerleben im 19. Jahrhundert
Ein Vortrag mit Bildpräsentation
von Edith Framm
Am 15. Oktober um 19 Uhr in Erkrath, Hochdahler Straße 173 im Gebäude des Schweitzerhaus Verlages.
Im Jahre 1845 wurde in Wismar die Hirsch-Apotheke gegründet. Es war Carl Friedrich Framm (1807 – 1875), der damals gemeinsam mit seiner Ehefrau Therese dieses Wagnis auf sich nahm. Sein Leben wird jetzt anhand eines Tagebuches und zahlreicher weiterer Quellen nacherzählt. Beschrieben werden die Pharmazie jener Zeit, das gesellschaftliche Umfeld des Apothekers und sein Familienleben. Es ist reizvoll zu erfahren, wie es damals zuging. Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen.
Rezensionen: Aus einer Rezension in der Deutschen Apotheker Zeitung vom 24.5.2007: „[…] Gestützt auf private Aufzeichnungen des Apothekergründers und Recherchen in den Archiven entstand ein unterhaltsamer und zugleich interessanter Einblick in die pharmazeutische Welt in Norddeutschland in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Stärke der Biografie liegt in der aussagekräftigen eines pharmazeutischen Werdeganges und des pharmazeutischen Alltags jener Zeit. […] Dabei ist das Buch aber keineswegs ein geschichtliches Lehrbuch, sondern eine leicht lesbare und locker erzählte kleine Geschichte über den Lebenslauf eines Menschen, der konsequent seinen Weg geht.“
Dr. Thomas Müller-Bohn, Süsel/Holstein
Aus einer Rezension in der Pharmazeutischen Zeitung vom 19. 7. 2007: „Apotheker spielen in der Literatur häufig eine Rolle. Gewöhnlich sind die Vertreter des Berufsstandes gut situiert, oft etwas verschroben und in einigen Kriminalromanen mitunter sogar zwielichtig. Ganz anders das vorliegende Buch, das über ein Apothekerleben mit all seinen Höhen und Tiefen im 19. Jahrhundert berichtet. Edith Framm, die jahrelang in der eigenen Familiengeschichte recherchierte, will vor allem eins: ein Leben, dem man sich persönlich verbunden fühlt, vor dem Vergessen bewahren. Die Lebensgeschichte des Carl Friedrich Framm, der zwischen 1807 und 1875 lebte, ist ein Spiegelbild apothekerlicher Tätigkeit dieser Zeit, deren Konflikte mehr als einmal bis in die Gegenwart hineinreichen. Framm hat selbst Vorarbeiten zu diesem Buch geleistet, indem er Ereignisse seines Lebens, die er als wichtig empfunden hat, […] notierte.[…] Detailgetreu werden die Arbeiten in der Rezeptur und Defektur beschrieben, ergänzt durch Anekdoten, die möglicherweise in der Familiengeschichte aufbewahrt wurden und ein kleines Glossar, das dem fachunkundigen Leser ein besseres Verständnis ermöglicht. […] Das Buch (wird) „wärmstens“ empfohlen.“
Prof. Dr. Marion Schäfer, Berlin
Aus einer Rezension im Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern vom Januar 2008: Die Autorin, Jahrgang 1944, war als Ärztin in Wismar tätig und ist verheiratet mit dem Ururenkel dieses Carl Friedrich, der zeit seines Lebens akribisch alles in Bewegende niederschrieb. Sein Tagebuch ist ein nicht nur pharmaziehistorisch sondern allgemeingesellschaftlich wertvolles Zeitdokument. […] Unter Nutzung weiterer Quellen entstand mit entsprechend einfühlsamer Phantasie – die Romanbiografie.Was interessiert, was erfreut den Leser? […] Dank Mitgift von Theresa (der späteren Ehefrau), eigenen Ersparnissen, Unterstützung seiner Brüder und des ehemaligen Chefs finanziert er den Kauf einer Apotheke in Grevesmühlen. Aber das Privileg lässt auf sich warten. […] Dann wird ihm das Bürgerrecht verweigert. Er solle erst die ehrbare Apothekerswitwe heiraten. Gottlob darf er doch seine Verlobte zum Altare führen. Zwillinge werden geboren, das Geld wird knapp, in Wismar ein Neuanfang gewagt. Köstlich, wie das alles beschrieben wird. […] Es gibt manches zu lachen und zu schmunzeln. […] Der Leser erfährt aber auch von den Nöten französischer Besatzungszeit, der Kleinstaaterei, dem Wüten der Cholera, allgemeinen Sorgen sowie Ärgernissen im Beruflichen. […] Wer in dem Büchlein zunächst nur schnuppert, der wird […] die zeitadäquat erzählten Geschichten und Geschichtchen rund um Carl Friedrich Framm en suite genießen. OPhR Dr. Hans Feldmeier, Rostock