Botschaft aus dem Schattenland


Bastian Baumgarts großes Werk: Im Dezember erscheint "Schattenland". (Fotomontage)
BÜCHER. Bastian Baumgart veröffentlicht Anfang Dezember seinen ersten Fantasy-Roman. Große Vorbilder.

MOERS. Der junge König Arxor kämpft mit Hilfe des Magier-Azubis Schasar gegen die dunklen Schattenwesen, um den Elfen zu helfen. Klingt wie "Herr der Ringe", ist aber der grobe Inhalt eines bald erscheinenden Buches, das der 23-jährige Bastian Baumgart geschrieben hat: "Die Zusammenkunft", erster Teil des nach Art des legendären Vorbilds dreibändig angelegten Werkes "Das Schattenland". Magie, Freundschaft, Verrat und Liebe haben den angehenden Wirtschaftsingenieur schon früh fasziniert, jetzt will er seine eigene Fantasie für eine größere Leserschaft entfesseln.

"Fantasy" heißt die Literatursparte, die von J. R. R. Tolkien und seinem "Herr der Ringe" sowie C. S. Lewis und seinem "Narnia"-Zyklus einst in Gang gesetzt wurde und spätestens seit "Harry Potter" zu einer echten Macht auf dem Büchermarkt geworden ist. Rowlins Junge mit dem "Z" auf der Stirn war es auch, der Bastian Baumgart so richtig zu fesseln wusste.

Schon in der Schulzeit - er machte am Grafschafter Gymnasium sein Abitur - kamen ihm erste Ideen zu einem "unterbewusst lehrenden Fantasyroman": "Ich wollte gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Systeme kritisch durchleuchten und sie zugleich mit einer wohl überlegten Fantasygeschichte in einer fremden Welt verknüpfen", meint der junge Mann, der derzeit noch in Aachen studiert.

Baumgart gehörte zu denen, die um kurz nach Mitternacht eines der ersten Exemplare des neuen (englischen) Potter-Bandes in Händen hielt - Ehresache! "Nach zwei Tagen hatte ich das Buch gelesen - in der Zeit wurde alles andere ausgeblendet..." Alles andere: dazu gehört das Studium an der TH Aachen in Wirtschaft, Elektrotechnik und Mathematik, die Hobbys wie Schreiben und Malen, Fußball, Fitnesssport, Snowboarden und Inlinehockey.

Adaption der realen Welt
Wie kommt der junge Mann bei so handfester Bindung an die Realität dazu, sich in Fantasywelten zu bewegen? "Aber das ist doch nur eine Adaption der realen Welt, hier kann man Gut und Böse in purer Form darstellen, besser als in der übrigen Literatur," meint der junge Schriftsteller.

Als er begann, sich mit seinem Projekt zu befassen, ahnte er selbst nicht, dass am Ende drei dicke Bände mit zusammen rund 1400 Seiten dabei herauskommen würden. Dabei entfernte Baumgart sich auch von seinen großen Vorbildern, versuchte Eigenes zu schaffen: "Anders als bei Harry Potter soll dabei eine Identifikation mit den verschiedenen Charakteren möglich sein und nicht nur dem Wunschtraum von grenzenloser Macht und Freiheit entsprochen werden."

"Das Schattenland - Die Zusammenkunft" erscheint im Dezember im Schweitzerhaus Verlag.

19.10.2007 KARL DANIEL